Was ist ein StollenStollen ist ein traditionelles, deutsches Gebäck aus schwerem Hefeteig, hergestellt aus hochwertigen Zutaten von mindestens 3 kg Butter oder Margarine und 6 kg Trockenfrüchte – ausschließlich Rosinen, Sultaninen oder Korinthen – sowie Zitronat und Orangeat, bezogen auf 10 kg Mehl. Da die traditionelle Delikatesse rund um Weihnachten und Ostern gegessen wird, ist diese als Christstollen oder Osterstollen bekannt. Warum speziell zu WeihnachtenIm 15. Jahrhundert fand der erste erwähnte Weihnachtsmarkt in Dresden in Sachsen statt und ist somit der älteste Weihnachtsmarkt Deutschlands. Der Weihnachtsmarkt in Dresden ist unter dem Namen Striezelmarkt bekannt, somit wurde um das Jahr 1500 der Dresdner Stollen auch 'Striezel' oder 'Strüzel' genannt. Die Form des Stollen soll, laut Überlieferungen, an das in Windeln gewickelte Jesuskind erinnern. Warum so gut (so lecker)Der Stollen wird traditionell im Advent gebacken, die Zeit des Fastens. Im 15. Jahrhundert war während der Fastenzeit das Verwenden von Butter verboten, darum wurde mit Öl gebacken, wodurch der Stollen ziemlich hart wurde und wenig Geschmack hatte. Nachdem Papst Innozenz VIII das verwenden von Butter ermöglichte, wurden im Laufe der Zeit auch die Zutaten immer reichhaltiger, was aus dem mageren Fastengebäck ein schmackhaftes Festtagsgebäck machte, welches sich bist heute in Deutschland wie im Ausland einer großen Beliebtheit erfreut. Mehrere Monate frischDer frisch gebackene Weihnachtsstollen wird kurz in Butter eingetaucht und anschließend mit Puderzucker bestreut, was den Stollen nach außen versiegelt. Alle Geschmacks-, Geruchs- und Inhaltsstoffe bleiben nun im Stollen gut erhalten. Auf diese Art bleibt der Stollen mindestens ein halbes Jahr frisch. Welcher NameDer Stollen ist unter vielen Namen bekannt, die bekanntesten sind wohl 'Weihnachtstollen' und 'Dresdner Stollen'. Letzterer war seit Jahrhunderten Dresdner Bäckern vorbehalten, was sich mit Ende der deutschen Monarchie im Jahr 1918 änderte. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands im Jahr 1997 ist die Verwendung der Namens 'Dresdner Stollen' erneut nur etwa 150 Bäckern und Konditoren im Dresdner Raum vorbehalten, somit ist die Tradition wieder hergestellt. |
Welche Größe hat ein StollenAugust II, Kurfürst von Sachsen, König von Polen, Großfürst von Litauen, liebte es seinen Untertanen zu imponieren. Er ließ einen Riesenstollen mit einem Gewicht von 1,7 Tonnen backen, der in 24.000 Portionen aufgeteilt und verteilt wurde. Noch Heute findet alljährlich am Sonnabend vor dem 2. Advent auf dem Striezelmarkt das Stollenfest statt. Diese Stollen wiegen in der Regel zwischen 3 und 4 Tonnen und werden traditionell unter den Teilnehmern verteilt. Ein normaler Stollen ist da etwas bescheidener und wiegt in etwa 1,5 bis 2 kg. Wie wird der Christstollen gebackenStollen ist ein Brot-artiger Früchtekuchen, der Teig selbst hat einen relativ niedrigen Zuckergehalt. Er besteht aus Hefe, Wasser und Mehl, dem kandierte Orangen- und Zitronenschalen zugefügt werden. Dazu kommen noch Zutaten wie Rosinen, Mandeln, Kardamom und Zimt, sowie Milch, Zucker, Butter, Salz, Rum, Eier, Vanille, als auch getrocknete Früchte, Nüsse und Marzipan. Als i-Tüpfelchen wird das ganze mit Puderzucker bestreut. Bäckerei Bors: Traditionelle deutsche BäckereiBäckerei Bors ist eine traditionelle Bäckerei in Bocholt (NRW) und obwohl die Bäckerei bekannt ist für ihre Stollen, stellen sie auch allerlei Sorten Brot her und besitzen ein reichehaltiges Sortiment an Kuchen. Das Unternehmen wurde 1911 vom Großvater des heutigen Bäckers gegründet, und ist in den letzten 20 Jahren zu einem Unternehmen mit 13 Filialen herangewachsen. Allerdings ist Bäckerei Bors stets das Familienunternehmen geblieben, das mit Stolz die traditionelle Form des Backens aufrecht erhält. Die Stollen von Bors werden auch ins Ausland exportiert und natürlich auch in ganz Deutschland angeboten. |